Cáfe - die Geschichte zum Bild


Café

In dem Fenster hinter ihr spiegelten sich die Lichter des Cafés. Ihre Hand war fest um die Kaffeetasse geschlossen und ihr starrer Blick war auf ihre andere Hand gerichtet, die in einem braunen Handschuh steckte. Ihr Blick war leer, die Augen, die unter ihrem Hut, aus dem blassen Gesicht, herausschauten schienen schwarz. Sie sprach nicht, öffnete nie die roten Lippen. Sie wirkte ratlos, einsam aber auch nachdenklich, nach einiger Zeit schlug sie die Beine unter dem Tisch übereinander. Vorsichtig hob sie die Tasse an und nippte am Kaffee, die Kaffeetasse war unruhig in ihrer Hand, die etwas zitterte. Sie schien auf jemanden zu warten und manchmal zupfte sie unruhig ihr rotes Kleid gerade oder strich ihr langes, braunes, glattes Haar zurück. Es war kurz vor Mitternacht als sie aufstand und die Schale mit den roten Früchten betrachtete, welche auf der Fensterbank stand, sie sah hinaus und legte eine Hand auf das goldene Treppengeländer. Dann knöpfte sie ihren grünen Mantel mit Pelzkragen zu, nahm die schäbige Lederhandtasche vom Holzstuhl auf dem sie vorher am mamornen Tisch gesessen hatte, legte ein paar Pence und einen Pfund auf den Tisch und ging an der Heizung vorbei zur Tür. Melissa Walter trat hinaus und ging die Londoner Straßen entlang nach hause.